Vereinsberatung

Was versteht der KSB Grafschaft Bentheim e.V. unter Vereinsberatung?

Unter Beratung verstehen wir eine Leistung, die die Sichtweisen und/oder die Handlungsmöglichkeiten der Kunden erweitert. Dabei folgen wir dem Grundsatz der ‚Hilfe zur Selbsthilfe’. Wir gehen prinzipiell von der ‚Gleichwertigkeit’ der Ratsuchenden und Beratenden aus. Das optimale Zusammenführen des spezifischen Handlungswissens des Ratsuchenden und der fachlichen und/oder methodischen Kompetenzen der Beratenden machen den Erfolg von Beratung aus.

Für diese Form der Prozessberatung wurden bzw. werden aktuell zwei Mitarbeiter des KreisSportBund Grafschaft Bentheim e.V. im Rahmen einer Beraterausbildung des Landessportbund Niedersachsen geschult. Im Anschluss an diese Ausbildung können Grafschafter Sportvereine bzw. Fachverbände diese Form der Beratung durch den KreisSportBund Grafschaft Bentheim nutzen und davon profitieren.

Beratung ‚heute‘

Die Verwendung des Begriffs ‚Beratung‘ erfolgt heutzutage in den verschiedensten Lebenszusammenhängen. Steuer- und Finanzberatung, Berufsberatung, Organisationsberatung, Rechtsberatung, Eheberatung, Gesundheitsberatung, Farb- und Typberatung sind nur einige Beispiel aus einer umfänglichen Liste.
Auch als Mitglied der Sportorganisation findet man sich in einigen der genannten Berufsfeldern wieder und bestätigt sicherlich die These, dass der Bedarf an Beratung zusehends steigt und der "Beratungsmarkt" ein bedeutendes Handlungsfeld auch innerhalb von Sportorganisationen darstellt.

Aber das, was Beratung ist, wie sie verstanden wird, funktioniert und gehandhabt wird, darüber herrschen unterschiedlichste Auffassungen.
 

Grundformen der Beratung

Wir unterscheiden zwei Grundformen:

  • Fachberatung (das "was", Themenspezifische Expertenberatung")
  • Prozessberatung (das "wie", Hilfe zur Selbsthilfe)

Fachberatung ist gekennzeichnet durch fertige Vorschläge externer Experten (Fachberatende) zur Beantwortung von geschlossenen fachlichen Fragen bzw. konkreten Problemen

Prozessberatung ist dadruch gekennzeichnet, dass die Beratenden keine fertige Lösung vorlegen. Sie beteiligen die Ratsuchenden am Diagnoseprozess und unterstützen diese, selbst Probleme zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten bzw. Handlungsalternativen zu finden. Die Selbststeuerungsfähigkeit eines Systems (Verein, Verband, Bund) soll entwickelt werden.

Komplementärberatung ist eine häufig vorliegende Mischform. Sie ist gekennzeichnet durch das welchselseitige Ergänzen von Fachberatung und Prozessberatung. Die Ratsuchenden werden in die Lage versetzt, zukunftsfähiger zu werden (und zwar kurzfristig, ganzheitlich und nachhaltig). Das Wissen wird nicht nur addiert, sondern komplementär (sicher ergänzend) genutzt und etabliert.


Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Fach- und Prozessberatung zwar durchaus parallel zu einander stattfinden können, es allerdings nur in extrem wenigen Fällen möglich sein wird, Fach- und Prozessberatung durch dieselben Personen zu leisten. Eine Fachberatung z. B. zu satzungsrechtlichen Fragen der Angebotsentwicklung (Was wollen wir zukünftig anbieten? und Was lässt unsere derzeitige Satzungsregelung zu?) ist für ein Prozessberatungsteam nicht (ohne weiteres) leistbar, es ist für das WIE ausgebildet. Dieses Fachwissen (das WAS) kann kompetent und verantwortlich nur durch einen beruflich qualifizierten Experten eingebracht werden. Diese Fragestellung kompetent zu beantworten erfordert ein außerordentliches Maß an Expertenwissen, denn es geht um belastbare Risikominderung bzw. -vermeidung im Sinne z.B. der Gemeinnützigkeit. In Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Sportbund, vermittelt das Prozess-Beratungsteam dem Verein einen kompetenten Experten (möglichst) aus der Region, der an dieser Stelle eine Fachberatung durchführt. Die Ergebnisse dieser Neben-Schleife (rot) fließen in den Gesamtprozess zurück/ein.