Grafschafter Sportfest ein voller Erfolg

Nordhorn. Während des offiziellen Startschusses von „Die Grafschaft bewegt Dich“ auf dem Nordhorner Stadtplatz durch Vertreter von Kreissportbund, Stadtsportverband, Landkreis Grafschaft Bentheim und Stadt Nordhorn sah es sowohl von der Wetterlage als auch vom Publikumszuspruch her noch nicht ganz so aus, als könne die Nachfolgeveranstaltung von „Mission Olympic 2012“ am Ende als „voller Erfolg mit Wiederholungsgefahr“ bejubelt werden. Doch die von Johann Büngeler vom Stadtsportverband im Vorfeld ausgesprochene Prognose von „rund sieben Sonnenstunden“ erfüllte sich bereits ab Mittag und lockte viele Tausend Grafschafter an die Sportplätze und Bühnen an Vechtesee, Stadtplatz, Neuenhauser Straße und Schweinemarkt – als aktive Sportler oder auch „nur“ als interessierte Zuschauer.

Landrat Friedrich Kethorn, Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling und Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann machten den Anfang und zeigten keine Berührungsängste in einem „Testspiel“ bei den Rollibaskets Nordhorn. Vor allem der Grafschafter Landrat bewegte sich fast virtuos in dem rundum durch Metallrohr geschützten Spezial-Rollstuhl und brachte offensichtlich Erfahrung mit, seinen „Kontrahenten“ die Bälle zuzuspielen.

Rundherum wurde das Motto „Die Grafschaft bewegt Dich“ immer deutlicher: Die per Laser gemessene Schnelligkeit beim Schuss aufs Fußballtor brachte viele „Stars von morgen“ hervor, während der Klassiker „Fußball“ auf einem durch Netze geschützten Spielfeld vor allem Mädchen anzog.

„Kopfball“ an der Tischtennisplatte? Bitteschön, die Leichtigkeit, mit der heute neue Sportarten betrieben werden können, sorgte bei kleinen und großen Aktiven für gute Laune: Lichtpunkt-Schießen bei den Nordhorner Sportschützen, Tischtennis, Judo, Karate, Eisstockschießen „ohne Eis“, Zumba, Fechten, „Menschen-Kicker“, Boxvorführungen, Hip-Hop und Street Dance, Voltigieren, Ballett, Seniorentanz, Radrennen, Akrobatik, Ponyreiten, Segelflug in Theorie, Kanufahren, „Stand-up-Paddling“, „Bouldern“ und, und, und.

Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein und immer mehr in die Veranstaltungsbereiche strömenden Menschen wurde den Organisatoren am frühen Nachmittag langsam bewusst, welche Welle sie da losgetreten hatten. Diese Begeisterung war auch auf den Veranstaltungsbereichen am Vechtesee zu spüren: Neben Ponyreitaktionen der Reit- und Fahrvereine Wietmarschen und Nordhorn sowie Boots-, Kanu- und „Stand-up-Paddling“-Angeboten des Bootsclubs Nordhorn (BCN) sorgte vor allem der Leichtathletikclub Nordhorn (LCN) mit seinem Lauf für die Hospizhilfe Grafschaft Bentheim für Massenandrang: Allein das Evangelische Gymnasium Nordhorn (EGN) schickte 80 Schülerinnen und Schüler auf die Strecke rund um den Freizeitsee. Jeder Läufer hatte zuvor in seinem privaten Umfeld Sponsoren geworben, die einen festen Betrag pro gelaufener Runde zahlen. Am Ende konnte Leo Engelhardt vom LCN 280 Teilnehmer verbuchen, die insgesamt 1100 Runden beziehungsweise 2200 Kilometer gelaufen sind. Laura Brinkers und Jakob Schoofs schafften ganze 15 Runden für den guten Zweck.

Mit Musik der Bands „Tabuwta“ und „Alcapella“ sowie dem Helene-Fischer-Double „Mo“ klang das „Sportstudio unter freiem Himmel“ am frühen Abend aus und stimmte auf das finale Public Viewing zum Champions-League-Endspiel Real Madrid gegen Atletico Madrid ein.

Quelle: http://www.gn-online.de/Nachrichten/Sportstudio-unter-freiem-Himmel-in-Nordhorn-68666.html?ShowAllComments=true#Comments (Zugriff: 02.07.2014 11:33 Uhr)

Grafschafter Sportfest

"Die Grafschaft bewegt Dich"

Wer wissen will, was der Sport im Landkreis zu bieten hat, sollte sich den 24. Mai im Kalender vormerken. Von 11 bis 17 Uhr findet an diesem Sonnabend in Nordhorn erstmals eine umfangreiche Gesamtschau der Angebots- und Leistungspalette unter dem Motto „Die Grafschaft bewegt Dich“ statt. Unter einen Hut gebracht werden dabei viele der 120 Sportvereine, die insgesamt 53000 Mitglieder repräsentieren – von Fußball, Handball, Tennis über Schwimmen, Leichtathletik, Turnen bis hin zu neuen Trends wie Bouldern, Parkour, Rope, Skipping, Stand up-Paddling bis Zumba.
Für diese Großveranstaltung haben sich Kreissportbund (KSB), Stadtsportverband Nordhorn und alle Grafschafter Fachverbände zusammengetan und in den vergangenen Monaten bei vielen Sitzungen und Besprechungen die organisatorischen Weichen gestellt. Tausende Besucher sollen, bei möglichst gutem Wetter, der Lohn für die Mühe sein. Sie können sich auf ein „Volksfest mit sportlichem Charakter“ freuen, wie es Stadtverbandsvorsitzender Eckart Wassermann im GN-Gespräch formulierte.
Geplant ist ein Programm, das alle Altersgruppen anspricht. Neben der Information steht viel Unterhaltung. Also ein anderer Ansatz als bei „Mission Olympic“, das Nordhorn 2010 unter die besten fünf Städte in ganz Deutschland katapultierte und an einem Wochenende mehr als 53000 Menschen radeln, laufen, klettern und paddeln ließ. Gleichwohl war dieser tolle Erfolg der Anstoß, den Sport und seine Möglichkeiten am 24. Mai kreisweit ins Blickfeld zu rücken. Die Bevölkerung soll zu eigener Aktivität angeregt werden und gleichzeitig die Vielfalt des Vereinsangebotes kennenlernen. Die Sportarten werden von den Fachverbänden präsentiert, so Einiges kann an Ort und Stelle direkt ausprobiert werden.
Damit sich der erwartete Publikumsandrang steuern lässt, haben die Organisatoren das Angebot auf drei Standorte verteilt. Große Bühnen stehen auf dem Schweinemarkt und auf dem Stadtplatz vor der Alten Kirche, die verbindende Neuenhauser Straße wird einbezogen, berichtete Stadtsportverband-Vize Johann Büngeler. Menschen-Kicker, Kletterwand, Torschuss-Messanlage, Bungeerun und vieles mehr stehen bereit. Wer Lust hat, versucht sich an Basketball, Street Soccer, Judo, Klettern, Tischtennis und anderem mehr.
Die Bühne bietet Sportgruppen – ob Kindern oder Erwachsenen – die Gelegenheit, ihr Können vor Publikum unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig ist für musikalische Live-Unterhaltung gesorgt. Spannend für Fußball-Fans: Bei einem Public Viewing wird das Champions-Liga-Finale auf einer Großleinwand übertragen.
Dritter Standort ist der Vechtesee mit Beachhandball und -volleyball, Boule, Kletterberg, Reiten und einem Wohltätigkeitslauf, dessen Erlös der Hospizhilfe zufließen soll.
Werbung für den Sport, der in der Grafschaft doch traditionell „bewegt“: Das ist nur ein scheinbarer Widerspruch. Auch die Sportvereine können sich inzwischen nicht mehr darauf verlassen, dass Nachwuchs sozusagen „von selbst“ kommt, wie KSB-Sportreferent Frank Spickmann betont: „Wir hoffen auf rege Beteiligung aus den Sportvereinen, aus der Bevölkerung und aus der Wirtschaft.“ Einige finanzielle Unterstützer seien bereits gefunden, berichtet Spickmann. Ins aktive Sponsoring steigt auch die AOK ein, die ein großes Interesse an Gesunderhaltung und Fitness der Menschen habe, wie Öffentlichkeits-Beauftragter Dennis Waldeck sagte.
Gemeinsam hoffen die Macher am 24. Mai auf eine gelungene und „bewegende“ Veranstaltung.

Quelle: http://www.gn-online.de/Nachrichten/Ein-Volksfest-des-Sports-62892.html (Zugriff: 25.04.2014 12:43Uhr)